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Veranstaltungsrückblick: Collegium generale «Narzissmus verstehen... »
Alumni UniBE Corporate
27.04.2023
Narzissmus wird immer wieder zum Diskussionsthema in den Medien sowie Gesprächen des privaten Umfelds. Dabei wird nicht selten die These aufgestellt, Narzissmus sei ein Ausdruck übertriebener Liebe zum Selbst. Der Vortrag von Dr. Carolyn Morf griff diese Fragen auf und beleuchtete diese mittels aktueller psychologischer Forschung.
Als Teil der Vortragsreihe des Collegiums Generale über Liebe und Freundschaft eröffnet Dr. Carolyn Morf den Besucher:innen einen Einblick in die aktuelle psychologische Forschung zum Thema Narzissmus.
Dabei stellt sich heraus, dass Narzissmus wider Erwartung nicht sehr viel mit zu grosser Selbstliebe zu tun hat. Frau Dr. Morf verschafft den Besucher:innen einen Überblick über den historischen Hintergrund des Begriffes Narzissmus, welcher sich in der griechischen Mythologie mit einer Sage über den selbstverliebten Narziss begründet. Die Narzissmusforschung zeigt auf, dass Narzissmus weniger in zu grosser Selbstliebe ergründet ist, sondern sich grundsätzlich durch ein Streben nach dem grandiosen Selbst auszeichnet, welches eine hohe Anspruchshaltung aufweist, einen herrschsüchtigen und nachtragenden interpersonalen Stil mit sich bringt, physische Aggression dadurch steigert und somit die Verträglichkeit mit anderen Menschen verringert. Dabei betont die Referentin, dass Narzissmus ein Persönlichkeitsmerkmal ist und im Kontinuum wahrgenommen werden muss.
Zum Schluss lädt Dr. Morf das Publikum auf einen kurzen Einblick in ihre aktuelle Forschung zu Narzissmus in Beziehungen ein und rundet den Vortrag mit einer angeregten Fragerunde ab.

Nach den spannenden Informationen zum Alltagsthema “Narzissmus” scheint der Redebedarf hoch zu sein. Denn beim anschliessenden Apéro wurde rege über das Gehörte diskutiert und es entstand ein lebhafter Austausch bei einem Glas Wein oder Saft und etwas zum Knabbern.






